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Wunderlauch, Allium paradoxum – der „paradoxe Lauch“

  • vor 23 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit
dünne grüne Blätter
Ganz junger Wunderlauch

Wunderlauch, auch „Berliner Lauch“ oder „Seltsamer Lauch“ genannt, wird von manchen mit Bärlauch verwechselt, während andere ihn für ein kräftiges Gras halten.


Da er an einigen Stellen– zum Beispiel an Uferhängen in Lübeck – ganze Flächen überzieht, lohnt es sich, ihn näher kennenzulernen.


Die Pflanze ist tatsächlich mit dem Bärlauch verwandt, unterscheidet sich jedoch durch ihre schmalen, glänzend grünen Blätter. Zerreibt man sie, verströmen sie einen deutlichen Knoblauchduft. Besonders lecker sind die zarten Blätter im Frühjahr vor der Blüte. Aber auch die kleinen Brutzwiebeln nach der Blüte sind essbar. In der Küche verwende ich Wunderlauch am liebsten roh, etwa für Pesto, Kräuterbutter oder Frischkäse.


Er enthält viele gesunde Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Alliin, das zu Allicin abgebaut wird und auch in Knoblauch enthalten ist. Ihm wird eine blutverdünnende und blutdrucksenkende Wirkung, eine schützende Funktion für unsere Blutgefäße sowie ein Schutz vor eindringenden Viren, Bakterien oder Pilzen nachgesagt.


Entdeckt wurde die Art vor über 200 Jahren im Kaukasus. Von Botanischen Gärten aus verbreitete sie sich in ganz Europa und wächst heute vor allem in den Städten.


Hübsch sind die zarten weißen Blüten und die kleinen Brutzwiebeln, über die sich der Wunderlauch ausbreitet. Diese ungewöhnliche Vermehrungsform gab ihm seinen wissenschaftlichen Namen: Allium paradoxum – der „paradoxe Lauch“.


Möchtest du mehr über die geschmackvollen und gesunden wilden grünen Frühlingspflanzen erfahren? Dann sei dabei bei der nächsten Wildkräuterexpedition ins Curauer Moor. Hier erfährst du mehr.


Herzliche Grüße und bis bald


Iris

 
 
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