Sommersonnenwende - Fest der internationalen Verbundenheit
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Der Sommer steht vor der Tür, die längsten Tage und kürzesten Nächte. In diesem Jahr erreicht die Sonne ihren höchsten Stand am 21. Juni um 10:24 Uhr.
Die Vereinten Nationen haben den 21. Juni offiziell zum "Internationalen Tag der Feier der Sonnenwende" erklärt. Damit würdigen sie ein jahrtausendealtes kulturelles Erbe, die Vielfalt menschlicher Traditionen und die Verbundenheit der Menschen über Grenzen hinweg. Die Sonnenwenden sollen nach dem Verständnis der UN dazu beitragen, den gegenseitigen Respekt zwischen den Völkern zu stärken.
Sommersonnenwende - Fest der internationalen Verbundenheit. Ist das nicht ein schöner Gedanke?
Dabei war und ist ein offener, verbindender Umgang mit diesem Fest nicht immer selbstverständlich. In der Vergangenheit instrumentalisierten die Nationalsozialisten die Sommersonnenwende für ihre rassistische „Blut-und-Boden“-Ideologie. Auch heute versuchen rechte und neonazistische Gruppierungen vereinzelt, an solche Deutungen anzuknüpfen.
Umso schöner ist es, die Sommersonnenwende als das zu feiern, was sie für viele Menschen weltweit bedeutet: Ein Fest der Naturverbindung, der Liebe, der Fülle, der Farben und des Feuers – und auch der Pflanzen – insbesondere der Blüten -, die traditionell mit dieser Zeit verbunden sind:
Rose und Linde stehen für Liebe und Herzenswärme. Der Frauenmantel erinnert an Mütterlichkeit und Schutz. Das Johanniskraut verbindet dich mit Licht und Feuer, während der Beifuß als Pflanze des Übergangs alles in Fluss bringt und für Feuer-Rituale genutzt werden kann.
Nach altem Brauchtum wurde die Sommersonnenwende nicht nur an einem einzigen Tag gefeiert, sondern über zwölf Tage und Nächte hinweg – ähnlich wie die Wintersonnenwende. Das spricht mich an: sich langsam durch diese Zeit zu bewegen, ihre verschiedenen Aspekte wahrzunehmen und bewusst zu erleben, statt alles auf einen einzigen Tag zu legen.
Ich wünsche dir viel Freude in dieser Zeit.
Liebe Grüße
Iris



