Eibe im Jahreskreis
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Jede Jahreszeit wird mit bestimmten Pflanzen in Verbindung gebracht. So passt das Wesen der Eibe gut in die Zeit von Halloween, des keltischen Samhain, der Totengedenktage und Ahnenfeste, in den Eintritt in die dunkle Jahreszeit mit dem Neumond im November (dieses Jahr am 9. November).
Die Eibe kommt gut mit dunklen Orten zurecht, sie ist einer der schattenverträglichsten Bäume unserer Region und war einst bestimmender Baum der dunklen Waldlandschaft der germanischen und keltischen Wälder. Ihr hochwertiges Holz hätte ihr fast den Untergang beschert, nun steht sie unter Naturschutz.

Kaum ein Baum kann so alt werden, und kaum einer kann sich wie sie von innen heraus erneuern: durch das Bilden neuer Wurzeln in alten hohlen Stämmen. Deshalb ist es auch so schwer, ihr echtes Alter zu bestimmen. Diese Erneuerung von Innen ist eine Erklärung dafür, dass die Eibe so stark zugleich mit Tod und ewigem Leben, mit Wiedergeburt und Unsterblichkeit verbunden wird. In der Mythologie gilt die Eibe als heiliger Baum und als Schwelle zur Anderswelt. Auch wegen ihres hohen Alters, der immergrünen Nadeln und ihrer starken Giftigkeit ist sie ein typischer Friedhofsbaum.
Wir können diese Jahreszeit und die Eibe im Jahreskreis nutzen, nach innen zu lauschen und uns mit früheren Generationen zu verbinden. Wer und was stärkt oder schwächt uns? Vielleicht magst du die besondere Energie auch unter einer Eibe spüren.

Im Frühjahr, wenn die männliche Eibe blüht, würde ich persönlich mich nicht unter sie begeben. Auch wenn der Blütenstaub nicht so giftig sein soll wie die meisten anderen Teile der Eibe (alle Teile hochgiftig bis auf der rote Samenmantel), kann er bei einige Menschen ein sehr starkes allergenes Potenzial haben und heftige Beschwerden auslösen. Deshalb würde ich wäre auch vorsichtig, zur Blütezeit im Frühjahr Kräuter in der Nähe männlicher Eiben zu sammeln.

Ich wünsche dir eine angenehme Dunkelzeit.
Herzliche Grüße
Iris



